In Kooperation mit:

PEKo 2.0 - Ambulante Pflege

Ausweitung des Projektes auf das Setting der ambulanten Pflege

Wir möchten gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des ambulanten Pflege- und Versorgungssettings ein Gewaltpräventionskonzept entwickeln, welches im Anschluss nachhaltig in die Praxis der ambulanten Pflegedienste eingeführt wird.

Zur Umsetzung unseres Projektes sind zwei Phasen an den Studienzentren Halle (Saale), Köln und Fulda geplant:

Zur Umsetzung unseres Projektes sind zwei Phasen an den Studienzentren Halle (Saale), Köln und Fulda geplant:

  1. Entwicklungsphase (3 Monate): Mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der ambulanten Versorgung (ambulante Pflegedienste, Beratungsstellen, Selbsthilfe/Ehrenamt) entwickeln wir zunächst Maßnahmen zur Vermeidung von und im Umgang mit Gewalt. Die gewonnenen Ergebnisse werden in einem Gewaltpräventionskonzept in Form einer Handreichung gebündelt.
  2. Umsetzungsphase (12 Monate): Dieses Konzept möchten wir anschließend in neun ambulanten Pflegediensten gemeinsam mit den Beschäftigten individuell an die Bedürfnisse anpassen, umsetzen sowie wissenschaftlich begleiten. Die Projektlaufzeit beträgt 12 Monate. Das methodische Vorgehen sieht folgende Elemente vor:
    1. PEKo-Beauftrage: Je nach Organisationsstruktur und -größe werden „PEKo-Beauftragte“ (mindestens eine Person pro Pflegedienst) benannt. Die Aufgabenbereiche sind insbesondere:
      • Erkennen organisatorischer Veränderungsbedarfe zum Thema Gewalt
      • Planung und Unterstützung bei der Einführung des individuellen Gewaltpräventionskonzeptes
      • Praxisnahe Ansprech- und Beratungsinstanz für Kolleginnen und Kollegen der jeweiligen Organisation
      • Ansprechperson für die Studienzentren

      Die PEKo-Beauftragten können zu jeder Zeit und bei Bedarf durch die Mitarbeitenden der Studienzentren beraten und unterstützt werden.

    2. Auftaktveranstaltung in der Organisation für das gesamte Personal zur Vorstellung der Inhalte, Ziele und Komponenten des Projektes.
    3. Bildung eines PEKo-Teams: PEKo-Beauftragte und weitere Interessierte aus dem ambulanten Pflegedienst treffen sich in einem regelmäßigen Abstand von etwa zwei Monaten, um sich über Gewaltereignisse auszutauschen sowie Maßnahmen zur Vermeidung von und im Umgang mit Gewalt z.B. in Form von Handlungsleitlinien zu entwickeln. Die Treffen werden von unserem Projektteam geplant und geleitet.
    4. PEKo-Zirkel: Ein organisationsübergreifender Erfahrungsaustausch in der Region soll ermöglicht werden und zur gemeinsamen Diskussion anregen.
    5. Abschlussveranstaltung: Ähnlich wie zur Auftaktveranstaltung findet am Ende des Projektes eine Abschlussveranstaltung statt, in der die spezifischen Maßnahmen allen Mitarbeitenden vorgestellt und Aspekte einer Verstetigung thematisiert werden können.

Wissenschaftliche Begleitung (Evaluation)

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung werden Fokusgruppen, Einzelinterviews und standardisierte Befragungen durchgeführt. Zudem erfolgt eine strukturierte Auswertung der Studienverlaufsdokumentation.

Erwartete Ergebnisse

Wir nehmen an, dass gemeinsam erarbeitete Maßnahmen zur Vermeidung von und im Umgang mit Gewalt die Mitarbeitenden für das Thema Gewalt sensibilisieren, in ihrer Handlungssicherheit stärken und zu einem nachhaltigen Umgang mit dem Thema Gewalt im ambulanten Setting führen.

Mitarbeiter:innen

Studienzentrum Köln:
Anja Bergmann, M. Sc.
Bianca Kötz, B. Sc.
Studienzentrum Fulda:
Stefanie Freytag, M. Sc.
Carolin Dunkel, B. Sc.
Studienzentrum Halle:
Dr. Christin Richter
Natalie Nguyen, M. Sc.