In Kooperation mit

Wissenschaftliche Begleitung

 

In der wissenschaftlichen Begleitforschung des Gewaltpräventionsprojektes PEKo wird in Form eines Vorher-Nachher-Designs sowie einer Prozessevaluation die Machbarkeit der Intervention untersucht und Erkenntnisse zu einer erfolgreichen Implementierung von Gewaltpräventionskonzepten gewonnen werden.

Die Evaluation bezieht sich auf Veränderungen des Gewaltgeschehens durch eine standardisierte Befragung der Mitarbeitenden zu drei Messzeitpunkten (0, 6 und 12 Monate). Zielgruppe der Intervention sowie der Befragung sind Pflegende und andere in Pflege und Betreuung miteinbezogene Beschäftigte der teilnehmenden Einrichtungen. Als primärer Ergebnisparameter wird die Prävalenz selbst-berichteter Gewaltereignisse aus der Perspektive der Mitarbeitenden definiert. Der Zielparameter ist dabei der Anteil Mitarbeitender, die Gewaltereignisse berichten.

 

Mittels des Vergleichs der Ergebnisse zu Beginn und zum Ende des Projektes wird erfasst, ob sich Gewaltereignisse durch das Projekt minimieren lassen beziehungsweise ob durch das Projekt eine Sensibilisierung hinsichtlich des Themenkomplexes bewirkt werden konnte.

Zudem wird die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner der teilnehmenden Einrichtungen erfasst, um eventuelle Effekte auf diese durch das Projekt abbilden zu können.

 

Da es sich um eine komplexe multi-modale Intervention handelt, deren Wirkfaktoren nicht ohne weiteres identifiziert werden können, ist eine begleitende Prozessevaluation notwendig. Hierbei werden qualitative und quantitative Methoden im Sinne eines „Mixed Methods“-Ansatzes kombiniert, um Prozesse und Mechanismen der Intervention sowie hemmende und fördernde Faktoren der Implementierung umfassend abbilden zu können.

Hierzu werden im Rahmen der Prozessevaluation Erinnerungsprotokolle der Teamtreffen, Fokusgruppen- und Einzelinterviews durchgeführt. Der Fokus hierbei liegt auf der Überprüfung der Machbarkeit sowie auf der Generierung von Informationen zu fördernden und hemmenden Faktoren der Implementierung, zur Abschätzung der Größenordnung zu erwartender Effekte sowie von Unterschieden zwischen den Einrichtungen und Cluster-Effekten.

 

Da die Startzeiträume der am Projekt teilnehmenden Einrichtungen unterschiedlich sind, sind die Ergebnisse derzeit noch als vorläufig zu bezeichnen. Die finalen Ergebnisse werden erst zum Ende des Projektes im Gesamtvergleich vorliegen.